Ein neuer Hype zieht durch die Hamburger Event-Szene: Gameshows in Hamburg. Das Konzept verspricht das ganz große Fernseherlebnis à la Stefan Raab – blitzendes Studiolicht, packende Soundeffekte, emotionale Duelle und eine Moderation, die den Raum anzündet.
Die Realität auf dem Markt sieht oft ernüchternder aus. Da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, wird in der Werbung schnell mal ein leerer Raum ohne jegliche Technik zum „besten Gameshow-Erlebnis Hamburgs“ deklariert. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer und betrifft vor allem Unternehmen. Die meisten Formate auf dem Markt verursachen bei B2B-Events gravierende Probleme, die den erhofften Teambuilding-Effekt komplett im Keim ersticken.
Ich bin Christoph, seit 12 Jahren selbstständig im Freizeitbereich und habe die Escape-Room-Branche in Deutschland als Pionier von Anfang an mitaufgebaut. Ich habe die bisher einzige B2B Gameshow Hamburg entwickelt und weiß worauf es ankommt.
Heute benenne ich drei Probleme, die Gameshows für Teamevents verursachen können. Viel Spaß beim Lesen:
Problem 1: Entertainment ist nicht gleich Teambuilding
Wenn in Hamburg ein neues Gameshow-Unternehmen gründet, wird das Produkt fast ausnahmslos für private Kleingruppen und Social-Media-Clips optimiert. Für Firmenausflüge ist das ein Problem!
Ein Event, das für 4 bis 6 Freunde konzipiert wurde, lässt sich nicht einfach auf 20 oder mehr Personen hochskalieren. Das Ergebnis: Die Großgruppe wird vor Ort in winzige Teams aufgeteilt, die völlig isoliert voneinander agieren. Meine Erfahrung bei einem Gameshow Event in Hamburg: Ich verbrachte zwei Stunden mit zwei Kollegen in einer Ecke, während ich mit den restlichen 10 Mitarbeitern des Teams kaum Worte wechseln konnte.
Diesen Fehler kenne ich aus meiner eigenen Vergangenheit. Als wir 2014 mit Escape Rooms starteten, ging es rein um das kreative Produkt. Kamen Großgruppen-Anfragen, haben wir das angeboten und 20 Personen auf vier Räume verteilt. Alle hatten Spaß, aber der „Wir-Effekt“ für das gesamte Unternehmen blieb aus. Eine Beobachtung, die mir heute bei der Entwicklung von speziellen B2B Konzepten sehr hilft. Die neuen Gameshow-Anbieter auf dem Markt wiederholen diesen Fehler heute eins zu eins. Wer eine Gameshow bucht, die nicht von Grund auf für B2B-Strukturen und parallele Interaktion (wie ein echtes 4-gegen-4 bei bis zu 24 Spielern im selben Raum) entwickelt wurde, zahlt am Ende oft 40 € pro Person für ein Gefühl der kollektiven Isolation.
In der OPOLUM Gameshow sind alle 24 Personen im gleichen Showroom. Entweder gibt es 4-gegen-4 Duelle in drei Spielrunden oder Spiele für alle 12 Teilnehmer eines Teams.
Problem 2: Die „Einzelkämpfer-Dynamik“
Ein Teamevent soll die Kommunikation fördern und die Gruppe zusammenschweißen. Die klassischen Quizformate der Standard-Gameshows bewirken oft das exakte Gegenteil und sind ein gutes Beispiel, was ich hier meine.
Dort läuft das Quiz meist so ab: Eine Frage ploppt auf dem Bildschirm auf, und wer am schnellsten auf den Drücker haut, staubt den Punkt ab. Für einen lockeren Abend unter Freunden mag das funktionieren. Für ein professionelles Teambuilding ist es eine eklatante Fehlkonstruktion:
Kein Wir-Gefühl: Es findet keinerlei Absprache statt. Stattdessen dominiert ein einzelner, extrem extrovertierter Mitarbeiter die gesamte Dynamik und beantwortet alle Fragen im Alleingang.
Unangenehmes Rampenlicht: Für leisere oder zurückhaltende Teammitglieder wird die Situation am Buzzer schnell unangenehm und erzeugt Druck statt Spaß.
Ein B2B-taugliches Spielkonzept muss Interaktion erzwingen. Wenn sich nicht – wie bei unserem Konzept – bis zu 12 Spieler vor der Abgabe einer Antwort aktiv beraten, abstimmen und diskutieren müssen, ist es kein Teamevent, sondern eine unstrukturierte Einzelleistung.
Und ganz oft sind viele Games bei Gameshows gar nicht darauf ausgelegt, Kommunikation oder Teamwork zu erzeugen, sondern sollen einfach nur Spaß machen. Das reicht für ein Teamevent aber leider nicht!
Problem 3: Der Motivations-Killer durch mangelhafte Moderation
Eine Gameshow steht und fällt mit der Person, die das Teamevent begleitet und moderiert. Wenn hier gespart wird, kippt die Stimmung der gesamten Belegschaft in Sekunden-Takt.
Bei eigenen Markt-Recherchen mit meinem Team haben wir die ganze Bandbreite erlebt. Das Spektrum reicht von sehr netten, aber extrem ruhigen Studierenden, die völlig unaufgeregt Regeln von einem Zettel ablesen und Punkte eintragen, bis hin zu mäßig motivierten Standard-Hosts.
Wenn der Host keine Energie mitbringt, wird aus dem bunten TV-Studio ganz schnell ein zäher Pflichttermin. Für Firmen ist dieses Risiko unkalkulierbar, da man bei der Online-Buchung nie sieht, wer am Eventtag die Gruppe leitet. Um eine große Gruppe zwei Stunden lang mitzureißen und die Dynamik im Raum zu steuern, braucht es keine Servicekräfte, sondern erfahrene Improvisations-Talente und professionelle Rampensäue – wir setzen genau deshalb konsequent auf ausgebildete Schauspieler als Event-Hosts.
Beim Spiel „Fröbelturm“ müssen 4 Spieler gemeinsam vier Holzklötze stapeln. Das erfordert Kommunikation, Geschick und Teamwork.
Fazit: Warum wir die Aktivität „Gameshow“ neu denken mussten
Gameshow ist eben nicht gleich Gameshow. Die Fehler im System – isolierte Kleingruppen, dominierende Einzelkämpfer und unaufgeregte Moderation – zeigen deutlich, dass der aktuelle Trend im B2C-Bereich seine Berechtigung hat, für den B2B-Sektor jedoch grundlegend modifiziert werden muss.
Ein funktionierendes Firmenevent braucht eine agile Struktur: Spiele, die ein ständiges Durchrotieren, gemeinsames Zuschauen und Interagieren ermöglichen, sowie kollaborative Höhepunkte wie unsere Blackbox Challenge, bei der zwei Teams parallel unter Zeitdruck komplexe Rätselboxen nur durch permanente Kommunikation lösen können.
Wer ein Teamevent sucht, das den Zusammenhalt wirklich stärkt, sollte die Mechanik hinter den Hochglanz-Buzzwords der Anbieter im Vorfeld ganz genau analysieren.
Die OPOLUM B2B Gameshow ist für euer nächstes Teamevent die richtige Wahl für ein besonderes Erlebnis, das Wettkampf, Kommunikation, Teamspirit und Socializen miteinander verbindet.
Hier gehts zur OPOLUM Gameshow Hamburg
Viele Grüße
Christoph
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Alle Beiträge ansehenHey ich bin Christoph und ein Escape Room Pioneer der ersten Stunde. Ich bin vor knapp 10 Jahren in Deutschland als Escape Room Betreiber gestartet. Heute kenne ich die Branche sehr gut und bin bei neuen Trends immer auf dem Laufenden. Aber ich schaue auch gerne über den Tellerrand hinaus. Mich interessiert alles rund um Escape Rooms, Krimispiele, Krimidinner und Brettspiele. Viel Spaß beim Lesen meiner Blog Artikel.